Jakobsschaf

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Jakobsschaf

Vor mehr als 9.000 Jahren wurden in Zentral- und Vorderasien bereits Wildschafe domestiziert. Hausschafe sind somit die ältesten Nutztiere des Menschen. Der Name ‘Jakobschaf’ geht auf das Alte Testament zurück - Jakob forderte als Lohn für seine Arbeit von Laban alle gefleckten Schafe (und Ziegen) aus dessen Herde. Jakob- oder Vierhornschafe wurden in England und später auch Spanien gezüchtet. Ihre grobe Wolle wurde zur Herstellung von Teppichen genutzt. Heute haben Jakobschafe keine wirtschaftliche Bedeutung mehr.

Jakobsschafe sind schlanke, mittelgroßes Schafe von 35-75 Körpergewicht. Die Kopf-Rumpflänge beträgt ca. 110 cm, die Schulterhöhe ca. 70cm. Sie können bis zu 15 Jahre alt werden. Besonders auffallend sind Tiere mit vier oder gar sechs Hörnern, doch gibt es auch zweihörnige und sogar hornlose Individuen. Die Hörner sind bei den Böcken wesentlich stärker ausgebildet als bei den weiblichen Tieren. Die Hörner sind nach der Geburt sehr weich und können schnell brechen, werden jedoch mit zunehmendem Alter stabiler. Im Konkurrenzkampf der älteren Böcke kommt es hin und wieder vor das eines der Hörner bricht. . Die Vierhörnigkeit resultiert aus einer genetisch angelegten Spaltung der Hornanlage. Mit der Vierhörnigkeit kann genetisch eine Spaltung des Oberlids verbunden sein. Die Abnormität führt im Extremfall zur Erblindung des Tieres.


Die Grundfarbe des Fells ist weiß, mit braunen oder schwarzen Flecken, selten wird noch eine Farbe die man als „lilac“ bezeichnet erwähnt. Die Wolle ist fein und dicht, eignet sich hervorragend zum verarbeiten. Durch das Zusammenstellen von verschiedenen Farbtönen können beim Spinnen tolle Wollfarben zusammen gestellt werden. Geschoren wird ein mal im Jahr.

Die Geschlechtsreife ist ca. mit einem Jahr. Das Erstlammalter ist ca. 19 Monate und die Tiere sind mit zwei bis drei Jahren ausgewachsen. Die Brunst ist saisonal. Man kann die Muttertiere mit sieben bis neun Monaten das erste mal decken lassen, jedoch ist es aus Entwicklungsgründen ratsam zu warten bis die Tiere min. ein Jahr alt sind. Die Tragzeit ist 150 – 160 Tage. Beim ersten Ablammen ist es meist nur ein Lamm, bei den späteren Geburten sind jedoch Mehrlinsgeburten von zwei bis drei Lämmer normal. Die Muttertiere haben einen sehr gut ausgeprägten Instinkt und Hilfestellungen bei den Geburten sind kaum von Nöten.

Die Schafe sind sehr genügsam und robust, sollten jedoch nicht auf zu schweren Böden gehalten werden da sie dort zur Verfettung neigen. Als Nahrung bevorzugen diese Tiere Gräser, Kräuter, Blätter, Knospen und Triebe Ihr Fleisch ist dem Wild ähnlich und sehr mager.

Das Zuchtziel sind die Vielhörnigkeit und interessante Fellfärbungen.



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